Das geplante Rechenzentrum

Am Triftweg in Vogelsdorf ist der Bau eines großen Rechenzentrums geplant.

Nach den bisher veröffentlichten Planunterlagen sollen zunächst mehrere große Baukörper entstehen.

Die derzeit bekannten Eckdaten:

• Gebäudehöhe bis ca. 28 Meter
• Baukörper mit großer Länge und Breite (95 x 60 Meter)
• unmittelbare Nähe zum historischen Dorfkern
• technische Infrastruktur wie Umspannwerke und Notstromanlagen
• mögliche spätere Erweiterungen

Das geplante Baugebiet liegt in direkter Nähe zum historischen Ortskern von Alt-Vogelsdorf und dem Landschaftsschutzgebiet.

Historischer Ortskern Alt-Vogelsdorf - Foto: Bürgerinitiative Triftweg

Unsere wichtigsten Einwände

Verkehr und Bauphase

Der Bau eines Rechenzentrums dieser Größenordnung würde über mehrere Jahre hinweg erheblichen Baustellenverkehr und Baustellenlärm verursachen.

Besonders betroffen wären der Triftweg und die Dorfstraße.
Gerade im nördlichen Abschnitt der Dorfstraße besteht wegen einer Engstelle ohne durchgängigen Geh- oder Radweg eine problematische Situation für Fußgänger, Radfahrer und Anwohner.

Historischer Dorfkern

Der Dorfanger und die denkmalgeschützte Kirche prägen den historischen Charakter von Alt-Vogelsdorf.
Ein großflächiges technisches Bauwerk in unmittelbarer Nähe verändert das Ortsbild nachhaltig. 

Ein erheblicher Eingriff würde der Ausbau der Dorfstraße auf 6 Metern Breite sein, mit denkbaren Fällungen einzelner Bäume an der historischen gewachsenen Allee.

Natur und Landschaft

Die derzeit offene Fläche am Triftweg ist Lebensraum für verschiedene Tierarten wie
Rehe, Hasen und zahlreiche, auch seltene Vogelarten. 

 

Unklare Ausbaustufe

In den Planunterlagen wird zunächst eine erste Ausbaustufe dargestellt.
Gleichzeitig bestehen Erweiterungsmöglichkeiten.
Damit bleibt offen, welche Gesamtgröße langfristig entstehen kann.

Häufige Fragen zum geplanten Rechenzentrum

Viele Bürgerinnen und Bürger haben ähnliche Fragen zum geplanten Rechenzentrum am Triftweg.
Hier haben wir einige der häufigsten Punkte zusammengefasst.

Was ist am Triftweg geplant?

Geplant ist der Bau eines großflächigen Rechenzentrums. Nach den derzeit veröffentlichten Planunterlagen sollen zunächst mehrere Baukörper mit einer Höhe von bis zu etwa 28 Metern entstehen. Das geplante Sondergebiet umfasst etwa 11 Hektar

Rechenzentren bestehen meist aus großen Gebäudekomplexen mit Technikflächen, Energieanlagen und Sicherheitszonen. Dadurch entsteht in der Regel eine hohe Flächenversiegelung innerhalb des Baugebiets.

Wird das Rechenzentrum nur einmal gebaut oder später erweitert?

In den Planunterlagen wird zunächst eine erste Ausbaustufe dargestellt. Gleichzeitig lassen die Planzeichnungen weitere Erweiterungsmöglichkeiten erkennen. Wie groß das Projekt langfristig werden kann, ist daher noch nicht eindeutig festgelegt.

Wird das Rechenzentrum mit Wasser gekühlt?

Nach Aussagen des Projektentwicklers soll überwiegend Luftkühlung eingesetzt werden. Wasser wird jedoch weiterhin für andere technische Prozesse benötigt, beispielsweise für adiabatische Kühlung oder für sanitäre Einrichtungen

Wird das Rechenzentrum Lärm verursachen?

Rechenzentren arbeiten rund um die Uhr. Geräusche können unter anderem durch Kühlanlagen, Lüftungssysteme, Transformatoren und Testläufe von Notstromaggregaten entstehen.

Wird es während der Bauphase viel Verkehr geben?

Der Bau eines solchen Projekts kann über mehrere Jahre hinweg erheblichen Baustellenverkehr verursachen, insbesondere durch Schwerlasttransporte.

Welche Auswirkungen könnte das Projekt auf den historischen Dorfkern haben?

Die Haupterschließung des geplanten Rechenzentrums soll laut Verkehrsuntersuchung über die Dorfstraße erfolgen. Dafür ist in den Planunterlagen ein Ausbau der Straße auf 6 Meter Breite vorgesehen.

 

Welche Auswirkungen könnte das Projekt auf Natur und Tiere haben?

Das geplante Baufeld ist derzeit eine offene Wiesenfläche mit Baumbestand, auf der regelmäßig Wildtiere wie Rehe, Hasen oder verschiedene Vogelarten beobachtet werden können.

Außerdem liegt das geplante Baufeld unmittelbar neben Schutzgebieten. Zwischen Plangebiet und Schutzgebiet befindet sich lediglich ein schmaler Graben und ein Weg.

Wer entscheidet über das Projekt?

Über die Bauleitplanung entscheiden die Gemeindevertreter der Gemeinde Fredersdorf-Vogelsdorf im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens.

Kann man noch Stellungnahmen abgeben?

Im Rahmen der öffentlichen Auslegung des Bebauungsplans können Bürgerinnen und Bürger Stellungnahmen einreichen. Diese müssen von der Gemeinde geprüft und abgewogen werden. Bis zum 10.04.2026 kann man eine Stellungnahme bei der Gemeinde Fredersdorf-Vogelsdorf einreichen.

Warum wird das Rechenzentrum gerade an diesem Standort geplant?

In den bisher veröffentlichten Planunterlagen wird vor allem der vorgesehene Standort beschrieben. Eine nachvollziehbare Prüfung verschiedener Standorte innerhalb der Gemeinde ist dort bislang nicht dargestellt.